Verfasst von: Z-Hörnchen in: 1. November 2009
Gleich am Anfang des Monats eine Art Warnung:
Soviel Zeit verplemperte man schon
durch die Novemberdepression!
Gefunden auf: Lyriksp(l)itter
Verfasst von: Z-Hörnchen in: 26. August 2009
Es funktioniert! Vor einiger Zeit habe ich ein Kochbuch ausgemistet, das ich noch nie benutzt habe. Es handelte vom Einmachen. Und jetzt habe ich eingemacht! Zwar nicht in großem Stil, und das ist wahrscheinlich das Geheimnis des Erfolgs: Wenn man so ein Buch hat, ein richtiges Einmach-Profi-Buch, dann will man auch „richtig“ einmachen, also Zilliarden Gläser mit Marmelade und Gürkchen füllen und sich die sowieso schon übervollen Küchenschränke damit blockieren (weil man ja ein Hamsterproblem hat, wahrscheinlich). Wenn man das Buch aber nicht mehr hat, dann muss man sich an die Anleitung auf der Packung vom Gelierzucker halten, und die ist eigentlich sehr schlicht. Wahrscheinlich brauche ich nicht zu erwähnen, dass ich den Gelierzucker nicht kaufen musste, sondern in einem der oben erwähnten Küchenschränke fand, als ich etwas anderes suchte. Glücklicherweise hält er sich lange.
Dann einfach zwei Schälchen Brombeeren mit Gelierzucker und Zitronensaft in einen Topf geben, ein paar Minuten sprudelnd kochen lassen und abfüllen. Im Nachhinein betrachtet sehr einfach, weil man ja auch, wenn man nur so eine kleine Portion macht, die Hygienemaßnahmen (also die strengen, wie Gläser sterilisieren und so) vernachlässigen kann. Das einzige, was ich bereue, ist, das frisch befüllte Glas angefasst zu haben. Aua! Aber ansonsten macht der Duft von Brombeeren zuhause und die Vorfreude auf die Marmelade den ganzen Frust mit dem nie genutzten Buch wieder wett.
Bücher weggeben kann sehr befreiend sein.
Verfasst von: Z-Hörnchen in: 8. August 2009
In einem anderen Artikel habe ich mich gefragt, was die beste Methode des Ordnungmachens ist. Jetzt habe ich einen weiteren Hinweis gefunden, der mich bekräftigt, mir erst einmal ein „Gebiet“ meines Wohnraums vorzuknöpfen. Eigentlich zu simpel, um extra gesagt werden zu müssen, geschweige denn einen eigenen Eintrag beim Z-Hörnchen zu bekommen, aber ich fand ihn trotzdem für mich wichtig.
Fang mit dem Aufräumen an dem Ort an, wo du dich am meisten aufhältst.
Das wäre für uns wahrscheinlich die (Wohn-)Küche. Die sieht auch (weil sie am meisten benutzt wird) oft ziemlich schlimm aus. Naja, das Wohnzimmer (weil es so selten benutzt wird) auch… ich darf gar nicht anfangen mit dem Aufzählen. Aber ich fange mit dem Aufräumen in der Küche an!
Verfasst von: Z-Hörnchen in: 7. August 2009
Kürzlich las ich einen Artikel bei Momtourage, in dem es um Papierstapel ging und wie man sie vermeiden kann und wie man den Papierwust in den Griff bekommt.
Besonders interessant fand ich den Satz
If you find yourself drowning in pieces of paper, remember that those piles represent delayed decisions that you are going to have to make sooner or later.
Stapel bedeuten Entscheidungen, die man aufgeschoben hat, aber früher oder später doch treffen muss. Dieser Gedanke könnte für mich hilfreich sein. Schließlich ist es genau das, was ich oft denke, wenn ich Papiere in der Hand habe und sie irgendwo ablege: „Nicht jetzt“. Ich werde mir also in Zukunft öfter ins Gedächtnis rufen: Tun musst du es so oder so, da kannst du es auch gleich jetzt erledigen. Irgendwie hofft man ja, dass sich die Dinge von selbst erledigen könnten, wenn man sie nur lange genug aufschiebt. Allerdings zeigt meine Erfahrung, dass das nur selten der Fall ist.
Ich werde meine Papiere jetzt persönlich ansprechen, wenn ich sie in die Hand nehme. „Du bist eine hinausgeschobene Entscheidung“, oder – es kann ja auch Fortschritte geben – „Du wirst sofort erledigt, weil ich dich dann los bin.“
Ob das stimmt, dass alle unordentlichen Leute ein Problem mit Entscheidungen haben? Sind entschlussfreudige Menschen automatisch ordentlich?
Verfasst von: Z-Hörnchen in: 5. August 2009
Kürzlich habe ich von einer Forschungsarbeit von Verhaltensforschern (glaube ich) gelesen, die besagte, dass man neue Gewohnheiten erst verinnerlicht hat, wenn man geschafft hat, sie 21 Mal zu wiederholen. Erst dann fiele es einem leicht, sich daran zu halten und sie tatsächlich zu einer selbbstverständlichen Gewohnheit zu machen. Bis es soweit sei, brauche man 21 Mal besondere Disziplin und vielleicht sogar Überwindung.
Ich finde das irgendwie beruhigend und entlastend. Denn so oft habe ich mir vorgenommen, meine Gewohnheiten umzustellen. Die ersten paar Tage funktioniert es auch prima. Dann reißt es mal ein, man rappelt sich wieder auf, beginnt erneut, aber es ist noch nicht in Fleisch und Blut übergegangen und irgendwann ertappt man sich dabei, dass man doch wieder alles so macht wie vorher – von der tollen neuen Methode ist nichts mehr zu merken.
Das bedeutet zum Beispiel, wenn man etwas jeden Tag machen will, muss man es 3 Wochen am Stück durchhalten, bevor es zur Gewohnheit wird. Wenn man drei Mal die Woche Sport machen will, muss man es sogar 7 Wochen durchhalten (ohne auszusetzen), bis man auch mal „schwänzen“ kann, ohne dass man Gefahr läuft, in seinen alten, faulen Trott zu verfallen.
Und das bestärkt mich darin, dass es (zumindest für mich) richtig ist, lieber eine Ecke ganz ordentlich zu halten, während der Rest im Chaos ist, als zu versuchen, eine gleichmäßige Halb-Ordnung herzustellen. Denn man kann versuchen, die eine Ecke 21 Tage lang, also drei Wochen lang, ordentlich zu halten. Dann müsste es eigentlich selbstverständlich geworden sein, und man kann sich das nächste Stück vornehmen. Ob das so funktioniert? (Aktuell versuche ich zum Beispiel das mit dem Bettenmachen zu verinnerlichen. 10 Tage habe ich jetzt schon durchgehalten) Ich werde es beobachten und von meinen Erfahrungen berichten.
Verfasst von: Z-Hörnchen in: 25. Juli 2009
Es gibt verschiedene Methoden oder Stile, aufzuräumen, wenn die Wohnung unordentlich ist.
Beide Methoden sind glaube ich gleich zeitintensiv. Ich bin mir unsicher, welche besser ist. Ich bin klar Typ B (eine Ecke), aber ob ich damit auf lange Sicht besser fahre, weiß ich nicht. Nun habe ich einen Artikel gelesen, der mir Recht zu geben scheint. Bei Punkt 2, „Focus“ steht:
Wähle die Problemzone, die dich am meisten stört und investiere deine Zeit gezielt in diese eine Zone. Sobald diese Zone erledigt ist, kannst du zur nächsten übergehen.
Verfasst von: Z-Hörnchen in: 24. Juli 2009
Ich habe etwas neues erfunden. So neu ist das Prinzip eigentlich nicht, aber ich habe es für die hiesigen Bedürfnisse abgewandelt und angepasst. Und zwar gibt es bei uns jetzt Bonuspunkte fürs Aufräumen, Ordnung schaffen und Putzen. Wenn man eine bestimmte Anzahl Punkte gesammelt hat, kriegt man ein Geschenk. Das wartet schon vorher schön eingepackt und mit der Anzahl Punkten beschriftet, die man braucht, um es zu bekommen.
Wieviele Punkte es wofür gibt, haben wir gemeinsam festgelegt und unter anderem daran festgemacht, wieviel Überwindung es kostet und wie man die alltäglichen Dinge mit den weniger alltäglichen verrechnen kann. Dabei geht es schon mal her wie beim Teppichhändler auf dem Basar („Für ein Mal Fenster putzen würde ich hundert Mal den Müll runterbringen!“). Vielleicht mag ja jemand das System ausprobieren, deswegen schreibe ich unsere Punkteliste mal hier rein (und nein, das ist kein Zeitdieb, ich hatte sie ohnehin am Computer gemacht).
1 Tür abgewischt 1 – Altpapier runtergebracht und Tüte richtig hingestellt 1 - Badezimmermüll runtergebracht und neue Tüte reingetan 1 – Biomüll runtergebracht und neue Tüte reingetan 1 – BookCrossing-Bücher eingetragen und weggebracht 1 – Büchereibücher für jemand anders weggebracht 1 – Kosmetikwaren auf Vollständigkeit geprüft und fehlende gekauft 1 – Pfandglas weggebracht 1 – Restmüll runtergebracht und neue Tüte reingetan 1 – Socken aus dem Sockensack gepaart und zu den Besitzern gebracht 1 – Sofa gesaugt, neu bezogen, Kissen aufgeräumt 1 – Spiegel geputzt 1 – Spülmaschine ausgeräumt 1 – Tierfuttervorrat/-streu gekauft 1 – Verpackungsmüll runtergebracht und neue Tüte reingetan 1 – Wäsche sortiert und eine Maschine voll gewaschen 1 – Waschmaschine rundum abgewischt 1 – Wasserkocher entkalkt 1 – 1 Maschine voll Wäsche aufgehängt 2 – 1 Wäscheständer abgehängt, die Wäsche gefaltet und eingeräumt 2 – 1 Zimmer oder Flur gesaugt 2 – Abfluss entstopft 2 – Altglas weggebracht 2 – Arbeitsfläche in der Küche aufgeräumt und gewischt 2 – Badezimmerboden geswifft 2 – Bett frisch bezogen 2 – Bettdecke im Waschsalon gewaschen 2 – Katzenklo saubergemacht und gefegt 2 – Küche gefegt 2 – Küchentisch aufgeräumt und frische Tischdecke aufgelegt 2 – Mülleimer geschrubbt 2 – Pfannen und Backbleche fachgerecht gereinigt und verstaut 2 – Treppenhaus gefegt 2 – Treppenhaus geputzt 2 – Badezimmerwaschbecken geputzt 3 – Herd saubergemacht 3 - Katzenschmutz entfernt 3 – Klo geputzt 3 – Spülmaschine gesäubert 3 – Staubsaugerfilter gesäubert, getrocknet und wieder eingesetzt 3 – Badewanne und Kacheln gesprüht und geputzt 5 – Dunstabzugshaube geputzt und neuen Filter eingesetzt 5 – Kühlschrank ausgeräumt und abgetaut 5 – 1 Fenster und die Fensterbank geputzt 10 – Backofen geputzt 10
Ob es was gebracht hat, werde ich an dieser Stelle in einiger Zeit berichten können. Daumen drücken.
Verfasst von: Z-Hörnchen in: 22. Juli 2009
Ich habe mir etwas abgewöhnt. Ich verleihe keine Bücher mehr. Wenn ich das Gefühl habe, jemand könnte Spaß an einem Buch haben, das ich habe, und ich hätte es ihm früher geliehen, gibt es nur zwei Möglichkeiten:
Wenn ich früher Bücher verliehen habe, lief es nämlich auf dasselbe hinaus: Es war, als hätte ich das Buch verschenkt, nur ohne es zu verschenken. Wiederbekommen habe ich es nie (einmal erinnerte sich die Beliehene nicht einmal mehr daran, dass ich ihr das Buch geliehen hatte). Also war ich das Buch losgeworden, und wenn es mir wirklich etwas bedeutet hatte, musste ich es neu kaufen.
Das Buch, das ich am häufigsten verschenkt habe, ist übrigens Round Ireland with a Fridge von Tony Hawks – auf englisch und auf deutsch.
Verfasst von: Z-Hörnchen in: 21. Juli 2009
Auf meinem langen, steinigen Weg zu weniger Büchern in der Wohnung (und im Keller *hüstel*) habe ich eine neue Methode gefunden, die ich ganz erfolgversprechend finde. Weil es mir oft so schwerfällt, zu entscheiden, ob ich an einem Buch wirklich so hänge, dass ich es mein Leben lang behalten will, oder ob ich es doch in andere Hände geben kann (z. B. via BookCrossing oder BookLooker – obwohl, das habe ich immer noch nicht probiert), habe ich mir einen Stempel gemacht. Eigentlich ein ganz klassischer Ex-Libris-Stempel, nur in meinem Fall natürlich ein Z-Libris :)
Ich habe mir den Holzstempel bei stempel-fabrik.de anfertigen lassen, das hat gut geklappt mit dem Upload des Motivs. Sie haben zügig geliefert, und auf Rechnung statt mit Vorkasse, das fand ich gut.
Jetzt laufe ich durch die Wohnung mit dem Stempel und schaue mir meine Bücher genau an. Steht es im Regal, weil es einfach schon ganz lange da steht, oder weil ich es bei jedem Umzug ohne zu zögern einpacken und mitnehmen würde? Wenn letztgenanntes, wird es sorgfältig auf das Titelblatt – das irgendwie anders heißt, aber ich habe die Bezeichnung vergessen – gestempelt und hat somit quasi sein unbeschränktes Bleiberecht bei mir erworben. Das heißt ja nicht, dass man ein solches Buch nicht doch verschenken kann, wenn mal jemand daherkommt, dem es besonders gut gefallen könnte. Aber ich habe dadurch schon ein wenig Klarheit gewonnen, denn alle Bücher, die ich nicht stempele, stehen zur Disposition. Ich muss sie ja nicht direkt entsorgen. Aber sie sind sozusagen nur auf der Durchreise bei mir. Jetzt könnte bei einem Umzug auch jemand anders meine Bücher packen – die gestempelten müssen mit!
Verfasst von: Z-Hörnchen in: 6. Mai 2009
Bin gerade bei der Suche nach fremdsprachlichen Comics darüber gestolpert: Booklooker ist ein Vermittlungsservice zwischen Buchanbietern und Buchinteressenten. Wenn ich es richtig verstanden habe, kann dort jeder kostenlos seine Bücher anbieten, solange er mag, und nur wenn sie verkauft werden, wird eine Provision fällig. Mir gefällt das besser als das Online-Auktions-System, denn es dauert bei manchen Büchern einfach länger als eine Woche, um den richtigen Interessenten dafür anzusprechen. Und dann kann es passieren, dass ein Buch für 1,50 Euro weggeht, obwohl man es für den Preis dann doch lieber selber behalten hätte. Das wäre bei Booklooker ja nicht der Fall, da könnte ich den Verkaufspreis selbst festlegen. Für 10 Euro zu haben, darunter geht es nicht.
Ich habe mal eine Probe-Bestellung gemacht und schaue auch mal, dass ich einen der noch vorhandenen Bücherstapel (interne Bezeichnung: „zu schade für BookCrossing„) da einstelle. Dann berichte ich von meinen Erfahrungen. Was ich auf jeden Fall schon festhalten kann: Die Website ist einfach zu bedienen und übersichtlich. Die erklärenden Texte sind gut verständlich, die Bedingungen wirken fair und klar.
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