Z-Hörnchen räumt auf

Schnell gemachte Wintermützen

Verfasst von: Z-Hörnchen in: 19. November 2009

Die Idee fand ich so toll, dass ich sie teilen möchte: Wie man innerhalb von 2 Minuten fesche Wintermützen macht.

Gefunden bei ReFabulous (auf englisch).

Ein Vierteljahr Chore Wars – ein Fazit

Verfasst von: Z-Hörnchen in: 18. November 2009

Nun „spiele“ ich seit einem Vierteljahr Chore Wars. In der Zeit ist es um mein Ausmist-, Aufräum- und Liegenlass-Blog still geworden. Ist das Aufräumen mit Chore Wars so viel einfacher geworden? Zeit für ein kleines Fazit:

  • Chore Wars hat mir geholfen, mich zu motivieren, etwas anzupacken, das getan werden muss. Dazu muss man sagen: Wir spielen mit Belohnungen. Man schafft kleine Geschenke an, die eingepackt und mit einer Punktzahl beschriftet werden, und dann kann man Chore-Wars-Goldstücke dafür ausgeben. Das funktioniert an sich gut, dumm ist nur, dass ich auf einen Sessel spare (1500 Goldstücke!) und deswegen noch kein einziges der kleinen Pakete auspacken durfte. Aber manchmal denke ich abends tatsächlich: „Ich habe jetzt zwar keine Lust, die Wäsche abzuhängen, aber ich habe in dieser Woche so wenige Punkte gemacht“ und ringe mich dann doch dazu durch.
  • Chore Wars zeigt einem durch seine Statistikfunktion ganz deutlich, wer welche Tätigkeiten im Haushalt am häufigsten macht und wie oft (oder selten) sie getan werden. Das kann erstaunlich sein („Wie, ich dachte, ich bin der einzige, die den Müll runterbringt?“) oder auch niederschmetternd/motivierend (je nach Grundhaltung), wenn man feststellt, dass bestimmte Aufgaben einfach viel zu selten erledigt werden. Es gibt zum Beispiel auch Punkte fürs Treppenhausputzen, aber die hat in dem Vierteljahr noch keiner bekommen. Und laut Hausordnung müssen wir jede Woche putzen…
  • Chore Wars stimmt positiv, weil es auch kleine, wiederkehrende Tätigkeiten ernst nimmt, die gemacht werden müssen, für die man normal aber keine Anerkennung bekommt
  • Chore Wars hat tolle Monster, und man kann noch selbst welche hinzuerfinden
  • Chore Wars funktioniert absolut einwandfrei und sieht toll aus. Weil es mir so einen Spaß macht, habe ich in eine Gold-Mitgliedschaft investiert.

Ich bin also rundherum zufrieden damit. Nur für die 1500 Goldstücke für den Sessel muss ich noch etwas fleißiger werden. Also nicht weitertippen, sondern schnell noch eine Ladung Wäsche aufgehängt!

November

Verfasst von: Z-Hörnchen in: 1. November 2009

Gleich am Anfang des Monats eine Art Warnung:

Soviel Zeit verplemperte man schon
durch die Novemberdepression!

Gefunden auf: Lyriksp(l)itter

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Der Duft von Brombeeren

Verfasst von: Z-Hörnchen in: 26. August 2009

Es funktioniert! Vor einiger Zeit habe ich ein Kochbuch ausgemistet, das ich noch nie benutzt habe. Es handelte vom Einmachen. Und jetzt habe ich eingemacht! Zwar nicht in großem Stil, und das ist wahrscheinlich das Geheimnis des Erfolgs: Wenn man so ein Buch hat, ein richtiges Einmach-Profi-Buch, dann will man auch „richtig“ einmachen, also Zilliarden Gläser mit Marmelade und Gürkchen füllen und sich die sowieso schon übervollen Küchenschränke damit blockieren (weil man ja ein Hamsterproblem hat, wahrscheinlich). Wenn man das Buch aber nicht mehr hat, dann muss man sich an die Anleitung auf der Packung vom Gelierzucker halten, und die ist eigentlich sehr schlicht. Wahrscheinlich brauche ich nicht zu erwähnen, dass ich den Gelierzucker nicht kaufen musste, sondern in einem der oben erwähnten Küchenschränke fand, als ich etwas anderes suchte. Glücklicherweise hält er sich lange.

Dann einfach zwei Schälchen Brombeeren mit Gelierzucker und Zitronensaft in einen Topf geben, ein paar Minuten sprudelnd kochen lassen und abfüllen. Im Nachhinein betrachtet sehr einfach, weil man ja auch, wenn man nur so eine kleine Portion macht, die Hygienemaßnahmen (also die strengen, wie Gläser sterilisieren und so) vernachlässigen kann. Das einzige, was ich bereue, ist, das frisch befüllte Glas angefasst zu haben. Aua! Aber ansonsten macht der Duft von Brombeeren zuhause und die Vorfreude auf die Marmelade den ganzen Frust mit dem nie genutzten Buch wieder wett.

Bücher weggeben kann sehr befreiend sein.

Da beginnen, wo man sich am meisten aufhält

Verfasst von: Z-Hörnchen in: 8. August 2009

In einem anderen Artikel habe ich mich gefragt, was die beste Methode des Ordnungmachens ist. Jetzt habe ich einen weiteren Hinweis gefunden, der mich bekräftigt, mir erst einmal ein „Gebiet“ meines Wohnraums vorzuknöpfen. Eigentlich zu simpel, um extra gesagt werden zu müssen, geschweige denn einen eigenen Eintrag beim Z-Hörnchen zu bekommen, aber ich fand ihn trotzdem für mich wichtig.

Fang mit dem Aufräumen an dem Ort an, wo du dich am meisten aufhältst.

Das wäre für uns wahrscheinlich die (Wohn-)Küche. Die sieht auch (weil sie am meisten benutzt wird) oft ziemlich schlimm aus. Naja, das Wohnzimmer (weil es so selten benutzt wird) auch… ich darf gar nicht anfangen mit dem Aufzählen. Aber ich fange mit dem Aufräumen in der Küche an!

Über die Natur von Stapeln

Verfasst von: Z-Hörnchen in: 7. August 2009

Kürzlich las ich einen Artikel bei Momtourage, in dem es um Papierstapel ging und wie man sie vermeiden kann und wie man den Papierwust in den Griff bekommt.

Besonders interessant fand ich den Satz

If you find yourself drowning in pieces of paper, remember that those piles represent delayed decisions that you are going to have to make sooner or later.

Stapel bedeuten Entscheidungen, die man aufgeschoben hat, aber früher oder später doch treffen muss. Dieser Gedanke könnte für mich hilfreich sein. Schließlich ist es genau das, was ich oft denke, wenn ich Papiere in der Hand habe und sie irgendwo ablege: „Nicht jetzt“. Ich werde mir also in Zukunft öfter ins Gedächtnis rufen: Tun musst du es so oder so, da kannst du es auch gleich jetzt erledigen. Irgendwie hofft man ja, dass sich die Dinge von selbst erledigen könnten, wenn man sie nur lange genug aufschiebt. Allerdings zeigt meine Erfahrung, dass das nur selten der Fall ist.

Ich werde meine Papiere jetzt persönlich ansprechen, wenn ich sie in die Hand nehme. „Du bist eine hinausgeschobene Entscheidung“, oder – es kann ja auch Fortschritte geben – „Du wirst sofort erledigt, weil ich dich dann los bin.“

Ob das stimmt, dass alle unordentlichen Leute ein Problem mit Entscheidungen haben? Sind entschlussfreudige Menschen automatisch ordentlich?

21 Mal

Verfasst von: Z-Hörnchen in: 5. August 2009

Kürzlich habe ich von einer Forschungsarbeit von Verhaltensforschern (glaube ich) gelesen, die besagte, dass man neue Gewohnheiten erst verinnerlicht hat, wenn man geschafft hat, sie 21 Mal zu wiederholen. Erst dann fiele es einem leicht, sich daran zu halten und sie tatsächlich zu einer selbbstverständlichen Gewohnheit zu machen. Bis es soweit sei, brauche man 21 Mal besondere Disziplin und vielleicht sogar Überwindung.

Ich finde das irgendwie beruhigend und entlastend. Denn so oft habe ich mir vorgenommen, meine Gewohnheiten umzustellen. Die ersten paar Tage funktioniert es auch prima. Dann reißt es mal ein, man rappelt sich wieder auf, beginnt erneut, aber es ist noch nicht in Fleisch und Blut übergegangen und irgendwann ertappt man sich dabei, dass man doch wieder alles so macht wie vorher – von der tollen neuen Methode ist nichts mehr zu merken.

Das bedeutet zum Beispiel, wenn man etwas jeden Tag machen will, muss man es 3 Wochen am Stück durchhalten, bevor es zur Gewohnheit wird. Wenn man drei Mal die Woche Sport machen will, muss man es sogar 7 Wochen durchhalten (ohne auszusetzen), bis man auch mal „schwänzen“ kann, ohne dass man Gefahr läuft, in seinen alten, faulen Trott zu verfallen.

Und das bestärkt mich darin, dass es (zumindest für mich) richtig ist, lieber eine Ecke ganz ordentlich zu halten, während der Rest im Chaos ist, als zu versuchen, eine gleichmäßige Halb-Ordnung herzustellen. Denn man kann versuchen, die eine Ecke 21 Tage lang, also drei Wochen lang, ordentlich zu halten. Dann müsste es eigentlich selbstverständlich geworden sein, und man kann sich das nächste Stück vornehmen. Ob das so funktioniert? (Aktuell versuche ich zum Beispiel das mit dem Bettenmachen zu verinnerlichen. 10 Tage habe ich jetzt schon durchgehalten) Ich werde es beobachten und von meinen Erfahrungen berichten.

Aufräum-Methoden: Gießkanne oder eine Ecke?

Verfasst von: Z-Hörnchen in: 25. Juli 2009

Es gibt verschiedene Methoden oder Stile, aufzuräumen, wenn die Wohnung unordentlich ist.

  • A. Das Gießkannen-Prinzip: Man rennt eine Weile hin und her und trägt das Wichtigste dahin, wo es hingehört. Man nimmt beispielsweise die Dinge vom Sofa, die dort nicht hingehören, und saugt die freie Bodenfläche. Im Ergebnis hat man einen etwas ordentlicheren Lebensraum, aber wahrscheinlich auch einige neue Stapel, und der Boden ist immer noch nicht komplett frei.
  • B. Das Eine-Ecke-Prinzip: Man konzentriert sich auf einen Raum oder sogar nur eine Ecke des Raums und räumt dort gründlich auf. Schmeißt Überflüssiges weg und löst Stapel auf, organisiert Regale um und hat im Ergebnis eine insgesamt chaotische Wohnung mit einem, sagen wir, zur Hälfte ordentlichen Wohnzimmer. Gehörte das Sofa nicht zu der Ecke, an der man gerade gearbeitet hat, kann man sich möglicherweise immer noch nicht drauf setzen, aber im Bücherregal sind nur noch Bücher, die man behalten will und es bietet sogar Platz für neue (oder solche, die bislang noch im Rest der Wohnung herumliegen).

Beide Methoden sind glaube ich gleich zeitintensiv. Ich bin mir unsicher, welche besser ist. Ich bin klar Typ B (eine Ecke), aber ob ich damit auf lange Sicht besser fahre, weiß ich nicht. Nun habe ich einen Artikel gelesen, der mir Recht zu geben scheint. Bei Punkt 2, „Focus“ steht:

Wähle die Problemzone, die dich am meisten stört und investiere deine Zeit gezielt in diese eine Zone. Sobald diese Zone erledigt ist, kannst du zur nächsten übergehen.

Wohnbonus: Das Sammelheftchen für Unordentliche

Verfasst von: Z-Hörnchen in: 24. Juli 2009

Ich habe etwas neues erfunden. So neu ist das Prinzip eigentlich nicht, aber ich habe es für die hiesigen Bedürfnisse abgewandelt und angepasst. Und zwar gibt es bei uns jetzt Bonuspunkte fürs Aufräumen, Ordnung schaffen und Putzen. Wenn man eine bestimmte Anzahl Punkte gesammelt hat, kriegt man ein Geschenk. Das wartet schon vorher schön eingepackt und mit der Anzahl Punkten beschriftet, die man braucht, um es zu bekommen.

Wieviele Punkte es wofür gibt, haben wir gemeinsam festgelegt und unter anderem daran festgemacht, wieviel Überwindung es kostet und wie man die alltäglichen Dinge mit den weniger alltäglichen verrechnen kann. Dabei geht es schon mal her wie beim Teppichhändler auf dem Basar („Für ein Mal Fenster putzen würde ich hundert Mal den Müll runterbringen!“). Vielleicht mag ja jemand das System ausprobieren, deswegen schreibe ich unsere Punkteliste mal hier rein (und nein, das ist kein Zeitdieb, ich hatte sie ohnehin am Computer gemacht).

1 Tür abgewischt 1 – Altpapier runtergebracht und Tüte richtig hingestellt 1  - Badezimmermüll runtergebracht und neue Tüte reingetan 1 – Biomüll runtergebracht und neue Tüte reingetan 1 – BookCrossing-Bücher eingetragen und weggebracht 1 – Büchereibücher für jemand anders weggebracht 1 – Kosmetikwaren auf Vollständigkeit geprüft und fehlende gekauft 1 – Pfandglas weggebracht 1 – Restmüll runtergebracht und neue Tüte reingetan 1 – Socken aus dem Sockensack gepaart und zu den Besitzern gebracht 1 – Sofa gesaugt, neu bezogen, Kissen aufgeräumt 1 – Spiegel geputzt 1 – Spülmaschine ausgeräumt 1 – Tierfuttervorrat/-streu gekauft 1 – Verpackungsmüll runtergebracht und neue Tüte reingetan 1 – Wäsche sortiert und eine Maschine voll gewaschen 1 – Waschmaschine rundum abgewischt 1 – Wasserkocher entkalkt 1 – 1 Maschine voll Wäsche aufgehängt 2 – 1 Wäscheständer abgehängt, die Wäsche gefaltet und eingeräumt 2 – 1 Zimmer oder Flur gesaugt 2 – Abfluss entstopft 2 – Altglas weggebracht 2 – Arbeitsfläche in der Küche aufgeräumt und gewischt 2 – Badezimmerboden geswifft 2 – Bett frisch bezogen 2 – Bettdecke im Waschsalon gewaschen 2 – Katzenklo saubergemacht und gefegt 2 – Küche gefegt 2 – Küchentisch aufgeräumt und frische Tischdecke aufgelegt 2 – Mülleimer geschrubbt 2 – Pfannen und Backbleche fachgerecht gereinigt und verstaut 2 – Treppenhaus gefegt 2 – Treppenhaus geputzt 2 – Badezimmerwaschbecken geputzt 3 – Herd saubergemacht 3 -  Katzenschmutz entfernt 3 – Klo geputzt 3 – Spülmaschine gesäubert 3 – Staubsaugerfilter gesäubert, getrocknet und wieder eingesetzt 3 – Badewanne und Kacheln gesprüht und geputzt 5 – Dunstabzugshaube geputzt und neuen Filter eingesetzt 5 – Kühlschrank ausgeräumt und abgetaut 5 – 1 Fenster und die Fensterbank geputzt 10 – Backofen geputzt 10

Ob es was gebracht hat, werde ich an dieser Stelle in einiger Zeit berichten können. Daumen drücken.

Niemals Bücher verleihen!

Verfasst von: Z-Hörnchen in: 22. Juli 2009

Ich habe mir etwas abgewöhnt. Ich verleihe keine Bücher mehr. Wenn ich das Gefühl habe, jemand könnte Spaß an einem Buch haben, das ich habe, und ich hätte es ihm früher geliehen, gibt es nur zwei Möglichkeiten:

  1. Ich schenke ihm mein Exemplar
  2. Ich kaufe ihm das Buch neu und behalte mein Exemplar

Wenn ich früher Bücher verliehen habe, lief es nämlich auf dasselbe hinaus: Es war, als hätte ich das Buch verschenkt, nur ohne es zu verschenken. Wiederbekommen habe ich es nie (einmal erinnerte sich die Beliehene nicht einmal mehr daran, dass ich ihr das Buch geliehen hatte). Also war ich das Buch losgeworden, und wenn es mir wirklich etwas bedeutet hatte, musste ich es neu kaufen.

Das Buch, das ich am häufigsten verschenkt habe, ist übrigens Round Ireland with a Fridge von Tony Hawks – auf englisch und auf deutsch.