Z-Hörnchen räumt auf

Bin ich ein Messie, wenn…

Verfasst von: Z-Hörnchen in: 7. Februar 2010

… ich beim Ausmisten von altem Verbandszeug (“sterilisiert März 1988″ – kein Scherz) denke: “Ich sollte die Mullbinden auspacken und als Füllmaterial für ein selbstgenähtes Kuscheltier aufbewahren – es ist schließlich reine Baumwolle”?

Ich habe es geschafft, sie wegzuwerfen. Aber es war schwer. Ob ich an die Mullbinden denken werde, wenn ich wirklich mal ein Kuscheltier nähe? Wenn ich eins nähen sollte, überhaupt. Und die wichtigste Frage: Bin ich doch kein Messie, weil ich das Verbandszeug wegwerfen konnte? Oder bin ich es doch? Immerhin denke ich wie einer.

Mein Schatzbuch

Verfasst von: Z-Hörnchen in: 29. Januar 2010

Um besser trennen zu können, was mir wichtig ist und was eigentlich nur im Weg steht (und weil ich gern Listen mache!), habe ich vor einiger Zeit einmal angefangen, ein Schatzbuch zu machen. Da stehen in keiner speziellen Reihenfolge Dinge drin, die mir etwas bedeuten, und warum. Leider stellte sich das schöne Papier als schwer beschreibbar raus. Ich habe noch ein paar Seiten weitergemacht, dann hatte ich keine Lust mehr.

Die Idee ist übrigens nicht ganz allein meine gewesen. Meine Mutter hat eine ähnliche Vorliebe für Dokumentation und Listen wie ich, und sie hat einmal angefangen, die (anscheinend wechselvolle) Geschichte ihres Sofas in ein Heft zu schreiben. Immerhin ist es glaube ich 150 Jahre alt und auch seither in der Familie. Ich finde das eine schöne Idee, denn zu dem Zeitpunkt, wenn meine Geschwister oder ich das Sofa erben würden, wäre seine Geschichte sonst verloren, außer wir ließen sie uns von der Mutter schon jetzt erzählen, natürlich (auch immer eine Alternative :o)).

Nun habe ich überlegt, das ganze Schatzbuch vielleicht digital weiterzuführen. Wobei es mir weniger darum geht, die Geschichte eines Gegenstandes für die Nachwelt zu erhalten, sondern darum, festzustellen, ob mir der Gegenstand mit seiner Geschichte so ans Herz gewachsen ist, dass ich ihn behalten *muss*. Aber nichts ist unvergänglich: Ich habe in das ca. zwei Jahre alte Schatzbuch geschaut und festgestellt, dass ich einige Sachen, die darin stehen, schon gar nicht mehr habe. Das hätte ich nicht gedacht! So wichtig waren sie anscheinend dann doch nicht!

Ich habe in Amsterdam im Buchladen mal ein traumhaftes Buch für alle gefunden, die diese Leidenschaft für Listen teilen, es gekauft – und seitdem ist es verschwunden. Weiß der Geier, ob es irgendwo tief in meinem Chaos steckt, oder ob ich es in Amsterdam verloren habe… jedenfalls muss ich mir überlegen, es mir neu zu bestellen. Irgendwie typisch, oder?

Listography

Listography, ein Buch der Listen

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Schnell gemachte Wintermützen

Verfasst von: Z-Hörnchen in: 19. November 2009

Die Idee fand ich so toll, dass ich sie teilen möchte: Wie man innerhalb von 2 Minuten fesche Wintermützen macht.

Gefunden bei ReFabulous (auf englisch).

Ein Vierteljahr Chore Wars – ein Fazit

Verfasst von: Z-Hörnchen in: 18. November 2009

Nun “spiele” ich seit einem Vierteljahr Chore Wars. In der Zeit ist es um mein Ausmist-, Aufräum- und Liegenlass-Blog still geworden. Ist das Aufräumen mit Chore Wars so viel einfacher geworden? Zeit für ein kleines Fazit:

  • Chore Wars hat mir geholfen, mich zu motivieren, etwas anzupacken, das getan werden muss. Dazu muss man sagen: Wir spielen mit Belohnungen. Man schafft kleine Geschenke an, die eingepackt und mit einer Punktzahl beschriftet werden, und dann kann man Chore-Wars-Goldstücke dafür ausgeben. Das funktioniert an sich gut, dumm ist nur, dass ich auf einen Sessel spare (1500 Goldstücke!) und deswegen noch kein einziges der kleinen Pakete auspacken durfte. Aber manchmal denke ich abends tatsächlich: “Ich habe jetzt zwar keine Lust, die Wäsche abzuhängen, aber ich habe in dieser Woche so wenige Punkte gemacht” und ringe mich dann doch dazu durch.
  • Chore Wars zeigt einem durch seine Statistikfunktion ganz deutlich, wer welche Tätigkeiten im Haushalt am häufigsten macht und wie oft (oder selten) sie getan werden. Das kann erstaunlich sein (“Wie, ich dachte, ich bin der einzige, die den Müll runterbringt?”) oder auch niederschmetternd/motivierend (je nach Grundhaltung), wenn man feststellt, dass bestimmte Aufgaben einfach viel zu selten erledigt werden. Es gibt zum Beispiel auch Punkte fürs Treppenhausputzen, aber die hat in dem Vierteljahr noch keiner bekommen. Und laut Hausordnung müssen wir jede Woche putzen…
  • Chore Wars stimmt positiv, weil es auch kleine, wiederkehrende Tätigkeiten ernst nimmt, die gemacht werden müssen, für die man normal aber keine Anerkennung bekommt
  • Chore Wars hat tolle Monster, und man kann noch selbst welche hinzuerfinden
  • Chore Wars funktioniert absolut einwandfrei und sieht toll aus. Weil es mir so einen Spaß macht, habe ich in eine Gold-Mitgliedschaft investiert.

Ich bin also rundherum zufrieden damit. Nur für die 1500 Goldstücke für den Sessel muss ich noch etwas fleißiger werden. Also nicht weitertippen, sondern schnell noch eine Ladung Wäsche aufgehängt!

November

Verfasst von: Z-Hörnchen in: 1. November 2009

Gleich am Anfang des Monats eine Art Warnung:

Soviel Zeit verplemperte man schon
durch die Novemberdepression!

Gefunden auf: Lyriksp(l)itter

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Der Duft von Brombeeren

Verfasst von: Z-Hörnchen in: 26. August 2009

Es funktioniert! Vor einiger Zeit habe ich ein Kochbuch ausgemistet, das ich noch nie benutzt habe. Es handelte vom Einmachen. Und jetzt habe ich eingemacht! Zwar nicht in großem Stil, und das ist wahrscheinlich das Geheimnis des Erfolgs: Wenn man so ein Buch hat, ein richtiges Einmach-Profi-Buch, dann will man auch “richtig” einmachen, also Zilliarden Gläser mit Marmelade und Gürkchen füllen und sich die sowieso schon übervollen Küchenschränke damit blockieren (weil man ja ein Hamsterproblem hat, wahrscheinlich). Wenn man das Buch aber nicht mehr hat, dann muss man sich an die Anleitung auf der Packung vom Gelierzucker halten, und die ist eigentlich sehr schlicht. Wahrscheinlich brauche ich nicht zu erwähnen, dass ich den Gelierzucker nicht kaufen musste, sondern in einem der oben erwähnten Küchenschränke fand, als ich etwas anderes suchte. Glücklicherweise hält er sich lange.

Dann einfach zwei Schälchen Brombeeren mit Gelierzucker und Zitronensaft in einen Topf geben, ein paar Minuten sprudelnd kochen lassen und abfüllen. Im Nachhinein betrachtet sehr einfach, weil man ja auch, wenn man nur so eine kleine Portion macht, die Hygienemaßnahmen (also die strengen, wie Gläser sterilisieren und so) vernachlässigen kann. Das einzige, was ich bereue, ist, das frisch befüllte Glas angefasst zu haben. Aua! Aber ansonsten macht der Duft von Brombeeren zuhause und die Vorfreude auf die Marmelade den ganzen Frust mit dem nie genutzten Buch wieder wett.

Bücher weggeben kann sehr befreiend sein.

Da beginnen, wo man sich am meisten aufhält

Verfasst von: Z-Hörnchen in: 8. August 2009

In einem anderen Artikel habe ich mich gefragt, was die beste Methode des Ordnungmachens ist. Jetzt habe ich einen weiteren Hinweis gefunden, der mich bekräftigt, mir erst einmal ein “Gebiet” meines Wohnraums vorzuknöpfen. Eigentlich zu simpel, um extra gesagt werden zu müssen, geschweige denn einen eigenen Eintrag beim Z-Hörnchen zu bekommen, aber ich fand ihn trotzdem für mich wichtig.

Fang mit dem Aufräumen an dem Ort an, wo du dich am meisten aufhältst.

Das wäre für uns wahrscheinlich die (Wohn-)Küche. Die sieht auch (weil sie am meisten benutzt wird) oft ziemlich schlimm aus. Naja, das Wohnzimmer (weil es so selten benutzt wird) auch… ich darf gar nicht anfangen mit dem Aufzählen. Aber ich fange mit dem Aufräumen in der Küche an!

Über die Natur von Stapeln

Verfasst von: Z-Hörnchen in: 7. August 2009

Kürzlich las ich einen Artikel bei Momtourage, in dem es um Papierstapel ging und wie man sie vermeiden kann und wie man den Papierwust in den Griff bekommt.

Besonders interessant fand ich den Satz

If you find yourself drowning in pieces of paper, remember that those piles represent delayed decisions that you are going to have to make sooner or later.

Stapel bedeuten Entscheidungen, die man aufgeschoben hat, aber früher oder später doch treffen muss. Dieser Gedanke könnte für mich hilfreich sein. Schließlich ist es genau das, was ich oft denke, wenn ich Papiere in der Hand habe und sie irgendwo ablege: “Nicht jetzt”. Ich werde mir also in Zukunft öfter ins Gedächtnis rufen: Tun musst du es so oder so, da kannst du es auch gleich jetzt erledigen. Irgendwie hofft man ja, dass sich die Dinge von selbst erledigen könnten, wenn man sie nur lange genug aufschiebt. Allerdings zeigt meine Erfahrung, dass das nur selten der Fall ist.

Ich werde meine Papiere jetzt persönlich ansprechen, wenn ich sie in die Hand nehme. “Du bist eine hinausgeschobene Entscheidung”, oder – es kann ja auch Fortschritte geben – “Du wirst sofort erledigt, weil ich dich dann los bin.”

Ob das stimmt, dass alle unordentlichen Leute ein Problem mit Entscheidungen haben? Sind entschlussfreudige Menschen automatisch ordentlich?

21 Mal

Verfasst von: Z-Hörnchen in: 5. August 2009

Kürzlich habe ich von einer Forschungsarbeit von Verhaltensforschern (glaube ich) gelesen, die besagte, dass man neue Gewohnheiten erst verinnerlicht hat, wenn man geschafft hat, sie 21 Mal zu wiederholen. Erst dann fiele es einem leicht, sich daran zu halten und sie tatsächlich zu einer selbbstverständlichen Gewohnheit zu machen. Bis es soweit sei, brauche man 21 Mal besondere Disziplin und vielleicht sogar Überwindung.

Ich finde das irgendwie beruhigend und entlastend. Denn so oft habe ich mir vorgenommen, meine Gewohnheiten umzustellen. Die ersten paar Tage funktioniert es auch prima. Dann reißt es mal ein, man rappelt sich wieder auf, beginnt erneut, aber es ist noch nicht in Fleisch und Blut übergegangen und irgendwann ertappt man sich dabei, dass man doch wieder alles so macht wie vorher – von der tollen neuen Methode ist nichts mehr zu merken.

Das bedeutet zum Beispiel, wenn man etwas jeden Tag machen will, muss man es 3 Wochen am Stück durchhalten, bevor es zur Gewohnheit wird. Wenn man drei Mal die Woche Sport machen will, muss man es sogar 7 Wochen durchhalten (ohne auszusetzen), bis man auch mal “schwänzen” kann, ohne dass man Gefahr läuft, in seinen alten, faulen Trott zu verfallen.

Und das bestärkt mich darin, dass es (zumindest für mich) richtig ist, lieber eine Ecke ganz ordentlich zu halten, während der Rest im Chaos ist, als zu versuchen, eine gleichmäßige Halb-Ordnung herzustellen. Denn man kann versuchen, die eine Ecke 21 Tage lang, also drei Wochen lang, ordentlich zu halten. Dann müsste es eigentlich selbstverständlich geworden sein, und man kann sich das nächste Stück vornehmen. Ob das so funktioniert? (Aktuell versuche ich zum Beispiel das mit dem Bettenmachen zu verinnerlichen. 10 Tage habe ich jetzt schon durchgehalten) Ich werde es beobachten und von meinen Erfahrungen berichten.

Aufräum-Methoden: Gießkanne oder eine Ecke?

Verfasst von: Z-Hörnchen in: 25. Juli 2009

Es gibt verschiedene Methoden oder Stile, aufzuräumen, wenn die Wohnung unordentlich ist.

  • A. Das Gießkannen-Prinzip: Man rennt eine Weile hin und her und trägt das Wichtigste dahin, wo es hingehört. Man nimmt beispielsweise die Dinge vom Sofa, die dort nicht hingehören, und saugt die freie Bodenfläche. Im Ergebnis hat man einen etwas ordentlicheren Lebensraum, aber wahrscheinlich auch einige neue Stapel, und der Boden ist immer noch nicht komplett frei.
  • B. Das Eine-Ecke-Prinzip: Man konzentriert sich auf einen Raum oder sogar nur eine Ecke des Raums und räumt dort gründlich auf. Schmeißt Überflüssiges weg und löst Stapel auf, organisiert Regale um und hat im Ergebnis eine insgesamt chaotische Wohnung mit einem, sagen wir, zur Hälfte ordentlichen Wohnzimmer. Gehörte das Sofa nicht zu der Ecke, an der man gerade gearbeitet hat, kann man sich möglicherweise immer noch nicht drauf setzen, aber im Bücherregal sind nur noch Bücher, die man behalten will und es bietet sogar Platz für neue (oder solche, die bislang noch im Rest der Wohnung herumliegen).

Beide Methoden sind glaube ich gleich zeitintensiv. Ich bin mir unsicher, welche besser ist. Ich bin klar Typ B (eine Ecke), aber ob ich damit auf lange Sicht besser fahre, weiß ich nicht. Nun habe ich einen Artikel gelesen, der mir Recht zu geben scheint. Bei Punkt 2, “Focus” steht:

Wähle die Problemzone, die dich am meisten stört und investiere deine Zeit gezielt in diese eine Zone. Sobald diese Zone erledigt ist, kannst du zur nächsten übergehen.